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26.03.2026 | CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

Digitales Demenzregister: Früherkennung und Versorgung verbessern

Derzeit leben rund 270.000 Menschen über 65 Jahre im Freistaat mit Demenz. Bei gleichbleibendem Erkrankungsrisiko ist bis 2030 ein Anstieg auf rund 300.000 Betroffene zu erwarten. Im Arbeitskreis Gesundheit, Pflege und Prävention der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag stellte Prof. Dr. Peter Kolominsky-Rabas vor, mit welchen Strategien das Digitale Demenzregister Bayern (digiDEM Bayern) die Früherkennung und Versorgung verbessern will.

Foto: CSU-Fraktion
digiDEM Bayern ist ein in Deutschland einzigartiges Demenzregister mit inzwischen 3.355 Teilnehmenden, 235 Demenz-Screeningtagen und 291 Forschungspartnern. Schätzungen zufolge erhält derzeit nur etwa jeder zehnte Betroffene in Bayern überhaupt eine Demenzdiagnose. „Wir sehen in unseren Daten sehr klar, dass viele Betroffene viel zu spät in der Versorgung ankommen", betonte Prof. Dr. Kolominsky-Rabas. Seit 2022 wurden 235 kostenlose Demenz-Screening-Tage in ländlichen Regionen durchgeführt, bei denen 6.300 Menschen getestet wurden – bei 26 Prozent zeigten sich kognitive Auffälligkeiten.

Diskutiert wurden mit Prof. Dr. Matthias Arnold vom Helmholtz Zentrum München auch innovative Ansätze mit  Biomarker-Bluttests als niedrigschwelligem ersten Diagnoseschritt – ergänzt durch einen regelmäßigen präventiven Kognitions-Checks beim Hausarzt. „Demenz entwickelt sich mehr und mehr zur Volkskrankheit. Unser Ziel ist es, Demenz früher zu erkennen, Versorgungslücken transparent zu machen und Bayern systematisch auf neue Therapieoptionen vorzubereiten", so Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheit, Pflege und Prävention. 
26.03.2026, 11:49 Uhr